Das Heizkörperthermostat

Alle Informationen über das Heizkörperthermostat – Das Steuerelement der Heizung

Bei einem Heizkörperthermostat handelt es sich um ein kleines Teil der Heizung, dennoch erfüllt es einen sehr wichtigen Zweck. Durch das Heizkörperthermostat ist es möglich zu steuern, wann und welche Mengen von Wasser durch die Rohre der Heizung fließen. Davon ist wiederum die abgegebene Wärme der Heizung abhängig. Grundsätzlich lassen sich hier zwei Kategorien von Thermostaten unterscheiden: Die klassischen Modelle, die manuell zu bedienen sind, und die modernen Ausführungen, die sich digital programmieren lassen. In dem folgenden Artikel wird ausführlich erläutert, worin die beiden Modelle sich im Detail unterscheiden, wie ein Heizkörperthermostat arbeitet und auch, wie durch die richtigen Einstellung der Heiztemperatur die Energiekosten effizient gesenkt werden können.

Der Unterschied der zwei Modelle: Manuelle und programmierbare Heizkörperthermostat

Besonders in den modernen Heizungen sind die programmierbaren Heizkörperthermostat im Einsatz. Die Thermostate haben ein eigenes Display und verfügen normalerweise über einen elektrischen Motor. Über diesen Motor wird das Schließen oder das Öffnen des Ventils der Heizung gesteuert. Das integrierte Display des Thermostates zeigt den Bewohnern des Hauses oder der Wohnung wichtige Informationen an. Darunter ist beispielsweise die aktuelle Raumtemperatur oder die Konfigurationen, mit denen die jeweilige Heizung versehen wurde. Abhängig vom jeweiligen Hersteller und dem Thermostat an sich, können hier auch noch weitere relevante Informationen eingeblendet werden, wie beispielsweise die herrschende Feuchtigkeit in der Luft oder das geplante Zeitfenster, in dem sich das Thermostat von selbst auf eine höhere oder niedrigere Temperatur einstellt.

Die manuellen Ausführungen der Heizkörperthermostate haben keine digitalen Funktionen, die programmiert werden können. Hier müssen die Einstellungen, je nach aktueller Situation, manuell per Hand vorgenommen werden. Normalerweise verfügen diese Thermostate über einen großen Zylinder, der sowohl für die Bedienung als auch als Griff genutzt wird. In der Regel sind auf dem Zylinder fünf von einander abgegrenzte Heizstufen angegeben, und oft auch eine zusätzliche Funktionen gegen Frost. Wird das Thermostat nach rechts oder nach links gedreht, führt dies dazu, dass die Heizung sich entweder abwärmt oder aufwärmt.

Auf dem Heizkörperthermostat sind Zahlen angegebenen, die normalerweise den Temperaturen entsprechen. Die verschiedenen Stufen unterscheiden sich untereinander in der Regel zwischen zwei und drei Grad Celsius. Die erste Stufe bedeutet eine Temperatur von circa 12 Grad Celsius. Für die eigentliche Leistung der Heizung spielt das Thermostat eigentlich keine Rolle, allerdings sind die Ausführungen, die programmierbar sind, für den Wohnkomfort erheblich zuträglich. Außerdem lassen sich durch diese Programme Kosten für Energie effizient einsparen.

Wie funktioniert ein Heizkörperthermostat eigentlich?

Das Thermostat der Heizung ist aus verschiedenen Komponenten aufgebaut. Grob kann hier in ein Unter- und ein Oberteil des Thermostats unterschieden werden. Die beiden Teile kooperieren miteinander, damit eine funktionierende Regelung der Temperaturen und ein problemloser Heizungsbetrieb möglich ist. Das Ventil ist in den unteren Teil des Thermostates integriert, gesteuert wird dieses, indem es durch das obere Bauteil ausgelöst wird. Das wichtigste Element des Thermostates ist das Ventil. Durch dieses wird bestimmt, wie sehr sich eine Heizung wirklich aufheizen kann oder ob sie ihre Funktion verfehlt und kalt bleibt. Im fachlichen Sprachgebrauch wird die obere Seite als sogenannter Thermostatkopf betitelt. Dieser enthält, je nach Art der Heizung, entweder eine Flüssigkeit oder Gas. Diese beiden Stoffe können über ein vergrößertes oder ein verkleinertes Volumen verfügen, was sich dann direkt auf das Ventil des Thermostates auswirkt.

Auch ist es möglich, dass die Flüssigkeit automatisch reagiert. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich ein Raum auf eine höhere Temperatur aufwärmt, als die, die durch das Thermostat der Heizung eingestellt wurde, oder das Thermostat direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird. Dadurch merkt die Heizung, dass die programmierte Temperatur in der Umgebung bereits erreicht wurde und die Leistung wird demnach gedrosselt. Ist die Umgebungstemperatur niedriger, als durch die programmierte Temperatur vorgesehen ist, hat dies zur Folge, dass sich das Gas oder die Flüssigkeit zusammenzieht. Dies wiederum löst eine Öffnung des Ventils aus. Dadurch wird der Heizung signalisiert, dass sie mehr Wasser einströmen lassen muss, ihre Leistung also erhöhen muss.

Der Reduzierungsvorgang funktioniert genau umgekehrt. Hierbei breitet sich die Flüssigkeit oder das Gas weiter aus, was eine Schließung des Ventils des Thermostates zur Folge hat. So kann nur noch eine geringe Menge an Wasser in die Heizung einströmen. Dadurch wird die Temperatur des Heizsystems wiederum gesenkt. Dies zeigt, dass auch bei den manuell funktionierenden Thermostaten die Regulierung zum Teil automatisch abläuft. Diese greift allerdings nur dann wirklich, wenn die Stufe der Einstellungen per Hand in regelmäßigen Abständen richtig eingestellt wird.

Heizkosten einsparen durch moderne Heizkörperthermostate

Besonders neue Heizungsanlagen verfügen in der Regel über Heizkörperthermostate, die digital programmierbar sind. Durch diese ist einfach mehr Freiheit für den Bewohner möglich, da die eingestellten Regulierungen der Funktionen auch dann durchgeführt werden, wenn sich gerade niemand in der Wohnung befindet. Außerdem ist es angenehmer, wenn sich das Thermostat der Heizung in der Nacht oder während der Arbeitszeit von alleine reguliert, anstatt dass einfach mit viel Leistung weiter geheizt wird, obwohl sich in der Wohnung zu dieser Zeit überhaupt keine Personen aufhalten.

Besonders in Verbindung mit der immer beliebteren Smart Home Technologie und Geräten, die intelligent arbeiten und untereinander vernetzbar sind, steigert sich der Wohnkomfort erheblich. Ein modernes Thermostat kann zum Beispiel so automatisch darauf regieren, wenn der Sensor in der Haustür meldet, dass die Personen soeben die Wohnung verlassen haben. Außerdem können diese modernen Varianten auch dann gesteuert werden, wenn sich der Nutzer nicht zuhause aufhält, beispielsweise über das Smartphone. So kann beispielsweise bereits geheizt werden, sodass man, wenn man in ein paar Minuten nach Hause kommt, die Wohnung bereits angenehm warm ist.

Heizkörperthermostat – Das Fazit

Besonders die modernen Heizkörperthermostate mit ihren umfangreichen Funktionen tragen maßgeblich dazu bei, die Kosten für Heizenergie zu senken, ohne dass hierbei auf eine angenehm warme Wohnung verzichtet werden muss. Egal, welche Art von Thermostat verwendet wird, wichtig ist, dass dieses, genau wie die gesamte Heizungsanlage, regelmäßigen Wartungen unterzogen wird. Durch einen sogenannten hydraulischen Vergleich kann festgestellt werden, ob die beiden Komponenten noch wirklich effizient kooperieren können. Die Leistungsfähigkeit der Heizung wird ebenfalls verbessert, wenn vor dem Einsetzen des Winters überprüft wird, ob in die Heizung neues Wasser eingefüllt werden muss oder eventuell Luft hinausgelassen werden muss. Enthaltene Luft in der Heizung äußert sich in der Regel durch laute Geräusche beim Einschalten nach der Sommerpause.

Diejenigen, die aktuell über den Kauf einer neuen Heizung nachdenken, sollten unbedingt zu einem der modernen Heizkörperthermostate greifen. Dieses unscheinbare Bauteil kann nämlich für unglaublich viel Komfort sorgen und auch dazu beitragen, die Energiekosten effizient zu senken.